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Nachricht vom 01.07.10

Aus für KIN

Microsoft konzentriert sich auf Windows Phone 7


Knapp zwei Monate nach dem US-Verkaufsstart ist Microsofts Handy-Experiment KIN bereits wieder am Ende. "Wir haben die Entscheidung gefällt, uns voll auf Windows Phone 7 zu konzentrieren und werden KIN nicht wie geplant ab Herbst in Europa ausliefern", bestätigt die Microsoft-Pressestelle. Nur der Verkauf aktueller KIN-Geräte bei Verizon Wireless in den USA wird vorläufig fortgesetzt. Allerdings wurde hier Anfang der Woche der Preis auf die Hälfte gesenkt.

Erst Mitte April hatte Microsoft als erste eigene Handys die beiden KIN-Geräte vorgestellt. "Es ist wichtig, dass ein Konzern wie Microsoft auch neue Dinge ausprobiert, um echte Innovation zu ermöglichen", entschuldigt sich Microsoft. Man wollte dabei insbesondere ein junges Publikum ansprechen. "KIN war der Versuch, das Wissen des vor zwei Jahren übernommenen Sidekick-Herstellers Danger im Messaging-Bereich zu nutzen, um etwas Neues zu bieten. Der Fehler war zu glauben, dass die Nutzer von heute so sind wie jene, die das Sidekick genutzt hatten", schreibt die Marktanalysefirma Gartner dazu.

Die beiden KIN-Geräte sind Anfang Mai in den USA mit teils vernichtenden Kritiken in Webforen und Blogs gestartet. Dafür war mitverantwortlich, dass die Geräte zwar mit Smartphone-Kosten, aber nicht der entsprechenden Funktionalität aufwarten konnten. "Konsumenten von heute wollen einfach mehr als nur Messaging, besonders bei dieser Zielgruppe. Keine YouTube-Unterstützung oder Apps waren große Defizite für die Geräte", erklärt die Gartner-Analystin.

Microsoft wird nach eigenen Angaben das KIN-Team mit seinem Windows-Phone-7-Team zusammenführen. Somit sollen Ideen und Technologien aus KIN in zukünftige Windows-Phone-Versionen einfließen.


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